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Jugendbericht

Jugendliche beim Skateboarden

Fakten zu jungen Menschen in Österreich

Bereits zum 7. Mal ist im Jänner 2017 der Jugendbericht des BMFJ erschienen. Er versucht ein möglichst umfassendes Bild von Österreichs Jugend – also auch von dir – zu zeichnen. Dazu wurden letztes Jahr unter anderem (online-) Befragungen durchgeführt und Diskussionsrunden mit jungen Menschen veranstaltet. Es ging dabei vor allem um Themen, die für die allgemeine Lebenszufriedenheit ausschlaggebend sind. Ausgewählte Ergebnisse haben wir hier am Jugendportal mit dir diskutiert.

Aber zuerst die wichtigsten Daten auf einen Blick – anschaulich erklärt in unseren Infografiken:

Österreichkarte zu Anteil der jungen Menschen an der Gesamtbevölkerung = 20,7%

Infografik zu Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund = 24% aller jungen Menschen

Infografik zu Anteil junger Menschen die von Armut betroffen sind = 21,6 % aller jungen Menschen

Für alle die sich den Jugendbericht genauer anschauen wollen: Du kannst ihn auf der Website des Jugendministeriums herunterladen und nachlesen.
 

Deine Meinung, deine Antworten!

Wir haben euch in den letzten Monaten nach eurer Meinung zu verschiedenen Ergebnissen des Jugendberichts gefragt. Zwei große Themengebiete standen dabei im Mittelpunkt: „Stadt - Land“ und „Jung - Alt“.

 

Junge auf FahrradStadt – Land

Jungen Menschen in dünn besiedelten Regionen, also „im ländlichen Bereich“, geht es laut dem Better-Life-Index Jugend in fast allen Lebensbereichen (mit Ausnahme der Bildung) besser als jungen Menschen in dicht besiedelten Gegenden, also in der Stadt. Je ländlicher der Wohnort, desto sicherer fühlen sich junge Menschen und desto besser bewerten sie ihre sozialen Beziehungen. Jugendliche und junge Erwachsene in ländlicheren Gebieten zeigen sich auch mit ihren Wohnbedingungen zufriedener.

Es scheint also an den Lebensbedingungen am Land zu liegen, dass junge Menschen ihr Leben dort besser bewerten.


Und das hattet ihr dazu zu sagen:

Ist das Leben am Land besser als in der Stadt? Was vom Landleben hättest du auch gerne in der Stadt?

Interessanterweise wart ihr gar nicht der Meinung, dass das Leben auf dem Land so viel besser als in der Stadt ist.
Für das Stadtleben sprechen

  • die größere Vielfalt,
  • mehr Offenheit und Freiheit,
  • das bessere Freizeitangebot und
  • die guten öffentlichen Verkehrsmittel, die es leichter machen, selbstständig und ungebunden zu sein.

 

Das Landleben kann vor allem mit Natur und besserer Luft, aber auch mit der größeren Nähe und Verbundenheit der Menschen miteinander punkten.

Mehr Grün, mehr Ruhe, mehr Platz - das sind die Dinge, die ihr gerne vom Land in die Stadt bringen würdet. Die drei Dinge scheinen auch dem Miteinander der Menschen gut zu tun: Viele von euch wünschen sich auch in der Stadt einen entspannteren und offeneren Umgang miteinander, mehr persönlichen Kontakt. Man hat am Land auch leichter die Möglichkeit, mal ganz alleine zu sein, um die Batterien fürs Miteinander wieder aufzuladen. 

 

Ältere Dame schlägt einen Jugendlichen mit einem Schirm auf den Kopf.Jung – Alt

Im Jahr 2015 lebten genau 1.781.105 Personen im Alter von 14 bis 30 Jahren in Österreich. Das sind 20,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die große Mehrheit der ÖsterreicherInnen ist also älter als 30 Jahre. Das Verhältnis zwischen „Jung und Alt“ ist dabei verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Das gegenseitige Verständnis kommt viel zu oft zu kurz.

Gerade viele Jugendliche sind der Ansicht dass sich ältere Menschen meistens nicht um die Meinung junger Menschen zu einem bestimmten Thema kümmern. Wie siehst du das?


Und das hattet ihr dazu zu sagen:

Ältere Menschen interessiert meine Meinung ohnehin nicht? Das sind positive Beispiele für das Zusammenleben von Jung und Alt!

Dass ältere Menschen sich nicht für die Meinung der Jungen interessieren konntet ihr so gar nicht bestätigen. Grundsätzlich wurde hier in der Diskussion immer wieder angeführt, dass man nicht verallgemeinern kann. Es kommt immer auf den Einzelnen, die Einzelne an – und zwar auf beiden Seiten. Am wichtigsten ist, ob man sich überhaupt auf eine Diskussion einlassen will. Ein Knackpunkt sind allerdings oft „fortschrittliche“ Themen wie EU, Homosexualität oder Verhütung. Hier weicht die Einstellung der älteren Generation häufig von der Meinung der Jüngeren ab.

 

Positive Beispiele für ein gelungenes Zusammenleben von Jung und Alt gibt es viele, hier eine kleine Auswahl:

  • Generationenübergreifendes Wohnen wie z. B. WGs von Studierenden und Seniorinnen und Senioren
  • Generationenübergreifende Hobbys wie Chorsingen oder Reiten
  • Gut funktionierende Vereine wie Feuerwehr, Pfadfinder, Segelclub
  •  „Teilzeit-Omas“, die junge alleinerziehende Mütter/Väter unterstützen und die "Oma-Rolle" für die Kids übernehmen
  • Besuche von Kindern (Kindergärten, Kinderchöre) oder Ferienjobs von Jugendlichen in Altenheimen
  • Austausch/Aneignung von modernen/technologischen Fortschritten


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