Ein schnölles Interview

Politik
Lena Leibetseder / 12.09.2017
Angelika Wanzenböck / 12.09.2017
Julia Wendy / 12.09.2017
Stefan Schnöll und das Youth Reporterinnen-Team

Montagmorgen in der ÖVP-Zentrale, die sich seit Mai in türkisen Kleidern präsentiert. Wir sind etwas zu früh, glücklicherweise ist es auch unser Interviewpartner, Stefan Schnöll.

Der 29-jährige Stefan Schnöll lernte 2008 über Freunde Sebastian Kurz kennen, ist seitdem bei der Jungen ÖVP und seit Kurz‘ Wandel zum Parteichef im Mai auch designierter Bundesobmann. Darüber hinaus steht er auf der Landesliste in Salzburg.

Lena und Stefan beim Gespräch

Er bietet uns sofort das Du an, führt uns in sein etwas chaotisches Büro, für das er sich mit der Begründung „Wahlkampf halt, es ist im Moment sehr stressig“ entschuldigt und sorgt kurzerhand bei der Sitzung des Seniorenbundes im Nebenraum für Ruhe. Es ist eine unkomplizierte, nette Begegnung auf Augenhöhe – inklusive Kaffee, Müsliriegel, Traubenzucker und schnöllen Wortwitzen.

Ein konkretes Ziel, das Schnöll in der nächsten Legislaturperiode umsetzen will, ist eine Schuldenbremse, die auch ganz prominent im Wahlprogramm steht. „Wir sind der Meinung, dass Österreich sehr viel Geld ausgibt, wogleich der Bund immer mehr Geld einnimmt. Dann haben wir gesagt wäre es einmal spannend, dass dem Bund etwas auferlegt wird, dass einer Schuldenbremse gleichkommt, damit wir als junge Generation auch mehr Geld für Investitionen in die Zukunft zur Verfügung haben.“

Man kann zu den Inhalten der Neuen Volkspartei stehen wie man will, Sebastian Kurz hat auf alle Fälle sehr intelligent gehandelt und den Umbruch gut inszeniert. Reißverschlusssystem bei der Listenerstellung, neuer Name und vor allem mehr Macht für den Parteiobmann, was vielen ÖVP-WählerInnen, denen die internen Machtspielchen eher unnötig und irrelevant erschienen, zusagt.

Lena und Stefan im Gespräch

Namen wie Peter L. Eppinger, Kira Grünberg, Rudolf Taschner oder Maria Großbauer rücken die ÖVP aus dem Olymp der unantastbaren Altpartei in ein bürgernahes, attraktives Licht. Das Quereinsteigertum ist allerdings ein zweischneidiges Schwert und birgt ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Politische Neulinge können frischen Wind ins Parlament bringen und durchaus eine Bereicherung sein, nur ist es riskant, Personen ohne nennenswerte politische Erfahrung, auf deren Grundlage sich abschätzen ließe ob sie der Verantwortung und den Aufgaben eines Regierungspostens gewachsen sind, aufzustellen.

Und was bekommt man laut Schnöll bei der Neuen Volkspartei, was man bei anderen Parteien nicht bekommt? „Eine ehrliche Politik. Uns geht’s darum, und das zeichnet die Politik von Sebastian Kurz aus, dass wir auch unbequeme Wahrheiten ansprechen, und ich glaub wenn man unser Sozialsystem anschaut, wo da die Gelder hinfließen, dann sieht man diesen dringenden Handlungsbedarf. Man ist es den jungen Menschen schuldig, dass man eine ehrliche Politik macht, weil das die Grundvoraussetzung ist, um Probleme lösen zu können.“

Selfie mit Stefan Schnöll und den Youth Reporterinnen

Die Interviews werden in Kürze auch auf Youtube und hier am Jugendportal zu finden sein. Wir halten euch auf dem Laufenden.

 

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Jugendportal.at wurde zuletzt am 18.10.2018 bearbeitet.

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