Der Jugendinformationsmonitor 2026 zeigt: Junge Menschen nutzen zunehmend KI-Tools wie ChatGPT zur Informationssuche. Warum Jugendinformation und Medienkompetenz jetzt wichtiger denn je sind.
Ergebnisse des Jugendinformationsmonitor 2026
Mehr als 1.000 junge Menschen haben bei der diesjährigen Studie der Österreichischen Jugendinfos anlässlich des Europäischen Tags der Jugendinformation am 17. April mitgemacht.
Der Jugendinformationsmonitor 2026 zeigt grundlegende Veränderungen, wie junge Menschen heute nach Informationen suchen. Suchmöglichkeiten auf Basis von Künstlicher Intelligenz werden im Vergleich zur klassischen Google-Suche immer häufiger genutzt – vor allem von jüngeren Jugendlichen.
Jüngere suchen anders
- Bis 14-Jährige nutzen deutlich häufiger Anwendungen wie ChatGPT und die Google-KI-Suche („Übersicht mit KI“) als die klassische Suche.
- Auch 15- bis 19-Jährige verwenden KI-basierte Suchmethoden bereits intensiv und in Kombination mit klassischen Suchmaschinen.
- Ab etwa 20 Jahren werden klassische Suchmaschinen weiterhin vorrangig verwendet.
Fast 9 von 10 nutzen KI-Tools zur Informationsbeschaffung
Betrachtet man alle KI-basierten Suchmöglichkeiten zusammen, nutzen fast 9 von 10 Jugendlichen regelmäßig KI-basierte Suchanwendungen.
„Ein zentraler Grund liegt in der Geschwindigkeit und Effektivität: KI liefert Antworten, die direkt weiterverwendet werden können – ohne lange selbst die passende Information zusammensuchen zu müssen“, erklärt Aleksandar Prvulović, Geschäftsführer der Österreichischen Jugendinfos.
Für Jugendforscher Manfred Zentner von Social Identity Research verschiebt sich dabei nicht nur die Art und Weise, wie Informationen gefunden und verarbeitet werden. Es verändert sich vor allem auch die Art der Suche: „Während bei der klassischen Google-Suche meist mit Stichwörtern gearbeitet wird, formulieren Jugendliche ihre Fragen an KI-Systeme zunehmend in ganzen Sätzen – ähnlich wie in einem Gespräch.“
Wofür KI-Suche genutzt wird
Suchanfragen auf Basis von Künstlicher Intelligenz werden vor allem für praktische Aufgaben eingesetzt – insbesondere für schulische Anwendungen wie Zusammenfassungen, Erklärungen oder Präsentationen, aber auch für Alltagsfragen.
Der Jugendinformationsmonitor zeigt außerdem, dass Jugendliche KI-Tools im Alltag aktiv nutzen und dabei unterschiedliche Strategien im Umgang mit Informationen anwenden – etwa durch ergänzende Recherche oder den Rückgriff auf andere Informationsquellen.
Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Bedeutung von Medien- und Informationskompetenz im Umgang mit digitalen Tools.
Jugendinformation stärkt Orientierung im KI-Zeitalter
Aleksandar Prvulović, Geschäftsführer der Österreichischen Jugendinfos, unterstreicht dabei die zunehmende Wichtigkeit von Jugendinformation im KI-Zeitalter: „Zwar war es noch nie so einfach, schnell zu Informationen zu kommen – aber es wird zugleich immer anspruchsvoller, diese richtig einzuordnen. Jugendinformation hilft dabei, Antworten zu verstehen und für die eigene Lebenssituation zu nutzen.“
Im Zeitalter des digitalen Wandels gewinnt Jugendinformation deshalb zunehmend an Bedeutung. Sie deckt viele jugendrelevanten Themen ab – von Arbeit und Ausbildung über Wohnen und Mobilität bis hin zum Zivildienst – immer mit geprüften und verlässlichen Informationen.
Angebote wie Jugendportal.at und die Österreichischen Jugendinfos stärken Kompetenzen im Umgang mit Informationen und unterstützen junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen.
Grafik: Alle Ergebnisse auf einen Blick
Künstliche Intelligenz liefert Antworten in Sekunden. Jugendinformation hilft dabei, diese zu hinterfragen, zu verstehen und richtig einzuordnen.
Aleksandar Prvulović, Österreichische Jugendinfos
Weiterführende Links
Jugendinformationsmonitor 2026 (Österreichische Jugendinfos)
Wie wirkt Jugendinformation?
(Österreichische Jugendinfos)
Außerschulische Jugendarbeit (Jugendportal.at)
Alle Themen (Jugendportal.at)
Jugendliche googeln noch – aber sie fragen immer öfter direkt die KI (APA OTS)
European Youth Information Day (ERYICA)