Ausgezeichnet wurden redaktionelle Beiträge, die sich mit der „Lebenswelt Jugend“ auseinandergesetzt haben. Die Veröffentlichungen sollten die Lebenssituation, die Anliegen und Fragen junger Menschen in einer wertschätzenden Weise einer breiten Öffentlichkeit verständlich machen. Ein wichtiges Kriterium war neben der journalistischen „Handwerksqualität” vor allem die eigenständige (Jugend-)Perspektive. Zur Einreichung eingeladen waren alle in Österreich lebenden jungen Menschen sowie professionelle Journalistinnen und Journalisten.
Kurzfilm zur Kategorie
Die ausgezeichneten Projekte
Can relate, can't relate

Bundesland: Wien
Einreicherin: Simone Grössing
Medium: ORF-TikTok-Kanal „sagsmulti“
Falsche Namensausprache oder strenge Eltern? Beim ORF-Format „Can relate, can’t relate“ teilen junge Österreicherinnen und Österreicher ihre Migrationsgeschichte. Per Abstimm-Karte diskutieren sie humorvoll über Vorurteile und Identität. Mit Millionen-Reichweiten beweist der Kanal „sagsmulti“ Mehrsprachigkeit und Vielfalt sind keine Nische, sondern Alltag. Authentisch, mutig und direkt aus der Lebenswelt!
Drei Jahre „Nur Ja heißt Ja“: Spanien gegen sexuelle Gewalt

Bundesland: Wien
Einreicherin: Tabea Mausz
Medium: APA - Austria Presse Agentur
„Nur ein Ja heißt Ja!“ Die Reportage zeigt, wie Aktivistin Marina Cortijo in Spanien das „Solo Sí es Sí“-Gesetz erkämpft hat. Seit 2022 setzt dieses Prinzip ein starkes Zeichen für Konsens und Sichtbarkeit. Trotz Hürden steigen die Meldungen – ein Erfolg jahrelanger feministischer Proteste. Ein Mut machendes Porträt über unerschütterliche Zuversicht und den Weg zu echter Geschlechtergerechtigkeit.
Schweden: Jugend ohne Job

Bundesland: Wien
Einreicherin: Katharina Nieschalk
Medium: Wiener Zeitung
Schweden gilt als Vorreiter, doch die Jugendarbeitslosigkeit ist mit fast 24 % alarmierend hoch. Die Reportage blickt hinter das perfekte Image: Während die Politik das Problem oft kleinredet oder Statistiken anzweifelt, kommen hier die Betroffenen selbst zu Wort. Zwischen starren Strukturen und fehlender Praxiserfahrung fühlen sich viele Junge ungehört. Ein Weckruf für echte Reformen.