Die Impfung und du

Die ​Impfung und du:
Die wichtigsten Fragen & Antworten zur Corona-Schutzimpfung in Österreich

Update: 26. Jänner 2022

Quicklinks & Navigation:


Jugendliche und Kinder

Ab welchem Alter kann man sich in Österreich impfen lassen?

  • In Österreich können sich derzeit Kinder und Jugendliche je nach Impfstoff ab dem Alter von 5 Jahren impfen lassen:
    • Impfstoff Corminaty von Biontech Pfizer ab 5 Jahren.
    • Impfstoff Spikevax von Moderna ab 12 Jahren.
    • Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca ab 18 Jahren.
    • Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen ab 18 Jahren.
    • Impfstoff Nuvaxovid von Novavax  ab 18 Jahren.
  • Die Entscheidung zur Corona-Schutzimpfung sollte immer in Absprache mit der behandelnden (Kinder-)Ärztin bzw. dem behandelnden (Kinder-) Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Situation getroffen werden.

Die Impfung für Jugendliche: Mit welchem Alter darf ich selbst entscheiden, mich impfen zu lassen?

  • Jugendliche ab 14 Jahren, die die erforderliche Entscheidungsfähigkeit (Mündigkeit) besitzen, dürfen selbst entscheiden, ob sie die Impfung erhalten wollen. Das gilt auch, wenn die Eltern oder Erziehungsberechtigten die Impfung ablehnen. Bis zum Alter von 14 Jahren ist die Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten erforderlich. 

Gilt die geplante Impfpflicht auch für Jugendliche?

  • Ab Februar 2022 ist laut Gesetzesentwurf eine allgemeine COVID-19-Impfpflicht ab 18 Jahren in Österreich geplant.
  • Wenn eine Person erst nach Inkrafttreten des geplanten Gesetzes 18 Jahre alt wird (= Vollendung des 18. Lebensjahres), gilt die Impfpflicht mit dem Ablauf des Folgemonats nach Vollendung des 18. Lebensjahres. Zum Beispiel: Max ist 17 Jahre alt wenn das Gesetz am 1. Februar 2022 in Kraft tritt. Sein Geburtstag ist am 10. September 2022. Für Max gilt die Impfpflicht nach Ablauf des Folgemonats, in dem Fall ab 1. November 2022.

-> Mehr Informationen zur geplanten Impfpflicht findest du hier.

Auffrischungsimpfungen (3. Impfung/Booster) für Kinder und Jugendliche

Das sind die Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums vom 23. Dezember 2021:

  • Personen ab 18 Jahren:
    • Eine 3. Impfung kann bei Personen ab 18 Jahren ab 4 Monaten (off-label) nach der 2. Impfung durchgeführt werden.
    • Laut Maßnahmenverordnung wird ein Intervall unter 120 Tage zwischen 2. und 3. Impfung nicht als 3. Impfung gewertet und dies ist auch aus medizinischen Gründen nicht sinnvoll.
  • Personen zwischen 12 und 17 Jahren:
    • Eine 3. Impfung kann bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren ab 6 Monaten nach der 2. Impfung (off-label) durchgeführt werden.
    • Angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante kann nach ärztlicher Individual-Einschätzung und auf Wunsch der zu impfenden Person bzw. deren Obsorge-berechtigten in Ausnahmefällen eine Impfung auch bereits ab 4 Monaten erfolgen (off-label).

Auffrischungsrechner

Finde heraus, wann die Auffrischungsimpfung fällig ist:

Gesprächsleitfaden zur COVID-19-Impfung

  • Damit junge Menschen eine fundierte Entscheidung treffen können, ist jugendgerechte Information und ein Gesprächsangebot bei Nachfragen, Sorgen oder Bedenken wichtig. Deshalb hat die BJV einen kurzen Gesprächsleitfaden erarbeitet, der als Anregung für die Auseinandersetzung mit dem Thema Impfen dienen soll.
  • -> Gesprächsleitfaden (Bundesjugendvertretung)

Impfnachweis und Grüner Pass

Impfnachweis und Grüner Pass: Wie bekomme ich mein Impfzertifikat?

  • Mit einer abgeschlossenen ersten Impfserie erhält man in Österreich einen Nachweis im Sinne der 2-G-Regel. Bei zwei notwendigen Teilimpfungen (BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca) gilt das Impfzertifikat ab dem 2. Impftermin, bei Janssen/Johnson&Johnson gilt das Impfzertifikat ab dem 22. Tag nach dem Impftermin.
  • Als erste Impfserie versteht man entweder 2 Impfungen oder Genesung + 1 Impfung.
  • Ein Impfnachweis ist derzeit für maximal 270 Tage (9 Monate) gültig. Achtung: Ab 1.2.2022 sind neue Gültigkeitsdauern geplant, siehe hier.
  • Bei Verabreichung von Janssen/Johnson&Johnson wird eine zweite Impfung für einen gültigen Impfnachweis benötigt.

Geplante Änderungen ab 1. Februar 2022

Anpassung der Gültigkeitsdauer der Impfzertifikate in Österreich (Grüner Pass):

  • Die erste Impfserie (2 Impfungen oder Genesung + 1 Impfung) ist für Personen ab 18 Jahren künftig 180 Tage (6 Monate) gültig.
  • UPDATE Für Personen unter 18 Jahren wird das Impfzertifikat über die erste Impfserie 210 Tage (7 Monate) lang gültig sein. 
  • Das Impfzertifikat der Booster-Impfung (3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen) ist 270 Tage (9 Monate) gültig.
  • Für die Einreise nach Österreich sind Impfzertifikate oder andere Impfnachweise weiterhin 270 Tage (9 Monate) gültig. 

Weiterführende Links

  • Tipp: Unter gruenerpass.gv.at (Website vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz) findest du alle Informationen zum Impf- bzw. Genesungsnachweis.
  • Die Website Grüner Pass bietet einen Gültigkeitsrechner für Impfstoffe an.

Gültige Impstoffe:

  • Impfstoff Comirnaty von Biontech Pfizer
  • Impfstoff Spikevax von Moderna
  • Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca
  • Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen (auch als Johnson&Johnson bekannt)

Gültiger Nachweis:

  • Impfpass
  • Impfnachweis bzw. Impfzertifikat in ausgedruckter Form in Verbindung mit Lichtbildausweis
  • Grüner Pass (App)

Impfstoffe

    Welche Impfstoffe sind in der Europäischen Union und in Österreich (Nationales Impfgremium) zugelassen?

    • Derzeit sind vier Vakzine der folgenden Hersteller in der EU von der EU-Arzneimittelbehörde EMA zugelassen.
    • Alle Impfempfehlungen für Österreich werden in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Impfgremium erstellt. Das Nationale Impfgremium setzt sich aus Expertinnen und Experten zusammen, die ihre Tätigkeit persönlich, unabhängig und unentgeltlich ausüben. Hier findest du noch mehr Informationen über das Nationale Impfgremium.
    • Die Quelle für die Altersempfehlungen in dieser Tabelle stammt von den Anwendungsempfehlungen des Nationales Impfgremium.

    Impfstoff Comirnaty von Biontech Pfizer

    • 3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen.
    • Zugelassen ab Alter von 5 Jahren.
    • Auffrischung (3. Impfung) ab 12 Jahren off-label mit Corminaty.
    • Auffrischung (3. Impfung) ab 18 Jahren mit Corminaty.

    Impfstoff Spikevax von Moderna

    • 3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen.
    • Zugelassen ab Alter von 12 Jahren.
    • Auffrischung (3. Impfung) mit Spikevax ab 30 Jahren.
    • Auffrischung (3. Impfung) mit Corminaty ab 12 Jahren off-label.

    Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca

    • 3 Impfungen oder Genesung + 2 Impfungen.
    • Zugelassen ab Alter von 18 Jahren.
    • Auffrischung (3. Impfung) mit Corminaty ab 18 Jahren off-label.
    • Auffrischung (3. Impfung) mit Corminaty oder Spikevax ab 30 Jahren off-label.

    Impfstoff COVID-19 Vaccine Janssen von Janssen (auch als Johnson&Johnson bekannt)

    • 2 Impfungen oder Genesung + 1 Impfung.
    • Zugelassen ab Alter von 18 Jahren.
    • Auffrischung (2. Impfung) mit Corminaty ab 18 Jahren off-label.
    • Auffrischung (2. Impfung) mit Corminaty oder Spikevax ab 30 Jahren off-label.

    Imfpstoff Nuvaxovid (NVXCoV2373) von Novavax

    • 2 Impfungen im Intervall von 3 Wochen.
    • Zugelassen ab Alter von 18 Jahren.
    • Auch nach einer Erstimpfung mit Nuvaxovid werden weitere Impfungen notwendig sein. Die entsprechende Empfehlung wird zum ehestmöglichen Zeitpunkt in Abhängigkeit von der Datenlage ergänzt.
    • Derzeit soll der Impfstoff in erster Linie für Erstimpfungen und Personen mit Kontraindikationen zu bisher zugelassenen Impfstoffen eingesetzt werden.

    Impfpflicht 

    Der parlamentarische Prozess: Entwurf, Diskussion, Abstimmung, Gesetz

    Die Bundesregierung hat am 16. Jänner 2022 einen Gesetzesentwurf zur allgemeinen COVID-19-Impfpflicht veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen Entwurf oder auch Vorschlag für ein Gesetz. Der Gesetzesentwurf wurde am 20. Jänner in einer Abstimung im Parlament angenommen.

    Bitte beachte, dass in dieser Auflistung der Gesetzesentwurf und nicht ein gültiges Gesetz vorgestellt wird.

    Was steht im Gesetzesentwurf zur COVID-19-Impfpflicht?

    Die wichtigsten Punkte des Entwurfs findest du hier zusammengefasst. 

    • Die Impfpflicht soll mit Anfang Februar 2022 in Kraft treten. Ein genaues Datum gibt es derzeit noch nicht, weil der Entwurf derzeit im parlamentarischen Prozess diskutiert wird.
    • Die Impfpflicht wird für alle Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Österreich gelten.
    • Ausnahmen gibt es für Schwangere, Genesene (für 180 Tage) und Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.
    • Impfungen und Ausnahmegründe werden im Impfregister eingetragen.
    • Wenn eine Person erst nach Inkrafttreten des geplanten Gesetzes 18 Jahre alt wird, gilt die Impfpflicht mit dem Ablauf des Folgemonats nach Vollendung des 18. Lebensjahres.
      • Zum Beispiel: Max ist 17 Jahre alt wenn das Gesetz am 1. Februar 2022 in Kraft tritt. Sein Geburtstag ist am 10. September 2022. Für Max gilt die Impfpflicht nach Ablauf des Folgemonats, in dem Fall ab 1. November 2022.
    • Die Impfpflicht soll in 3 Phasen umgesetzt werden:
      • Phase 1: Februar - 15. März 2022: Das Impfpflichtgesetz tritt in Kraft, Informationsschreiben an alle Haushalte in Österreich.
      • Phase 2: Ab 15. März sind Kontrollen der Polizei jederzeit (z.B. während einer Verkehrskontrolle) möglich. Wenn jemand kontrolliert wird und nicht geimpft ist, muss die Person mit einer Anzeige (und Strafe) rechnen.
      • Phase 3: Tritt nur in Kraft, wenn es epidemiologisch notwendig sein sollte, ein Zeitpunkt ist nicht angegeben. In Phase 3 bekommen ungeimpfte Personen einen Impftermin zugeordnet. Wenn dieser nicht wahrgenommen wird, erhalten diese Personen automatisierte Strafverfügungen (nach Erinnerung) ausgestellt.
    • Der Strafrahmen (Höhe der Geldstrafe) reicht von EUR 600,- bis EUR 3.600,-.
    • Nach Ausstellung einer Strafverfügung hat man die Möglichkeit, innerhalb von 2 Wochen eine Impfung nachzuholen. Dann wird die Strafe aufgehoben (gelöscht).
    • Wenn jemand die Strafe nicht bezahlen kann, ist keine Beugehaft oder Ersatzfreiheitsstrafe geplant.
    • Das Gesetz zur Impfpflicht soll voraussichtlich bis 31. Jänner 2024 gelten. Das Gesetz wird bis dahin ständig auf seine Notwendigkeit überprüft.
    • Weitere Details findest du auf der Website Informationen zur Impfpflicht gegen das Coronavirus in Österreich (sozialministerium.at)

    Wo finde ich mehr Informationen zur geplanten Impfpflicht?



    Wo kann ich mich impfen lassen?

    Impfservicecenter in deinem Bundesland


    FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Impfung

    Ab wann kann ich selbst entscheiden, ob ich mich impfen lassen will?

    Grundsätzlich gilt, dass Kinder ab 14 Jahren selbst entscheiden dürfen, ob sie geimpft werden wollen oder nicht, die Eltern oder Erziehungsberechtigte haben dabei kein Mitspracherecht mehr.

    Wichtig ist, dass du offen mit deinen Eltern, oder einer anderen Bezugsperson über die Impfung redest. Welche Bedenken hast du, welche Fragen sind für dich noch offen? Dazu kannst du dich auch jederzeit an deine Jugendinfo wenden.

    Ich möchte mich impfen lassen, was muss ich tun?

    Du hast dich entschieden, dich impfen zu lassen? Seit dem Sommer 2021 ist es auch möglich, sich ohne Termin und Voranmeldung impfen zu lassen. Auf dieser Seite ganz oben bekommst du alle Infos.
    Personen mit einer Vorerkrankung und Risikopatient:innen sollten sich mit ihrem/ihrer Hausarzt oder -ärztin in Verbindung setzen. 

    Wie funktioniert impfen?

    Impfungen regen den Körper an, Abwehrstoffe gegen Bakterien und Viren zu bilden, sogenannte Antikörper. Das Immunsystem lernt somit, sich gegen die schädlichen Erreger zu wehren und aktiv etwas dagegen zu tun.

    Einige Krankheiten konnten durch das Impfen ausgerottet werden, wie die Pocken. Auch die Kinderlähmung gibt es zumindest in Österreich durch die flächendeckende Impfung nicht mehr. Andere Erkrankungen, wie zum Beispiel die Masern, treten heute wieder verstärkt auf, weil viele Menschen sich nicht mehr dagegen impfen lassen.

    Wie impfen genau funktioniert, wird in diesem Video kurz erklärt:

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    Wirkt die Impfung überhaupt?

    Sehr oft hört man, dass die Impfungen nicht wirken und geimpfte Personen trotzdem im Krankenhaus und auf der Intensivstation landen. Das ist so nicht richtig. Laut Expert*innen des Robert Koch Instituts helfen die derzeitigen Impfstoffe (BioNTech und Pfizer, Moderna sowie AstraZeneca) zu etwa 90 Prozent gegen einen schwere Erkrankung mit der Delta Variante. Der Großteil der Geimpften muss daher nicht ins Krankenhaus. Auch sind 75 Prozent der geimpften Personen gegen eine symptomatische Infektion mit Covid-19 geschützt.

    Quelle: Robert Koch Institut: Wirksamkeit, 19.11.2021, RKI – Impfen – Wirksamkeit (Abrufdatum: 25.11.2021)

    Welche unterschiedliche Impfstoffe gibt es überhaupt?

    Was ist ein mRNA-Impfstoff?

    Fangen wir mit der Abkürzung an: mRNA steht für die englische Bezeichnung messenger ribonucleic acid, zu deutsch Boten-RNS. Das ist eine einzelsträngige Ribonukleinsäure (RNS), die die genetische Information für den Aufbau eines Proteins einer Zelle enthält. Mit einer mRNA wird also die Bauanleitung für ein bestimmtes Protein zellulär verfügbar. Obwohl es vor Corona noch nie eine Impfung mit mRNA zur Zulassung geschafft hat, forscht man schon mehr als 25 Jahre an und mit mRNA-Impfstoffen und hat auch schon solche Impfstoffe entwickelt. Ein mRNA-Wirkstoff gegen Tollwut wurde z. B. bereits erfolgreich an Menschen getestet. Auch gegen Krebs wird an einer Therapie auf der Basis von mRNA geforscht. Man weiß also schon viel über die Methode.

    Der Molekularbiologe Martin Moder, Teil der bekannten Science Busters, erklärt in diesem Video, was mRNA genau ist, wie die mRNA-Impfung funktioniert und dass gewisse Behauptungen, wie z. B., dass die Impfung unser Erbgut verändert, nicht stimmen können.

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    (Quellen: Wikipedia, Fischer: Corona-Impfstoffentwicklung: Der Erste seiner Art, Zeit Online.)

    Was ist ein Vektor-Impfstoff?

    Bei vielen Forschungsprojekten sind gut bekannte, harmlose Viren die Grundlage, so auch beim vektorbasierten Impfstoff für SarS-CoV-2. ForscherInnen nutzen gentechnische Mittel, um diese Vektorviren herzustellen und als SARS-CoV-2 zu „verkleiden“, sodass sie dem Immunsystem eine COVID-19-Infektion „vorgaukeln“ können. Durch die Impfung baut der Körper einen Immunschutz auf, der dann auch gegen eine echte Infektion schützt, weil der Körper das Virus schon kennt. Die Forschungsgruppe der University of Oxford und das Unternehmen AstraZeneca haben einen solchen Impfstoff entwickelt, der bereits in der Europäischen Union zugelassen wurde. Seit 21. April ist auch der Impfstoff „Janssen“ der Firma Johnson & Johnson (ebenfalls ein Vektor-Impfstoff) zugelassen.
    Auch der Impfstoff „Sputnik V“ des russischen Gamaleya-Instituts basiert auf dem gleichen Prinzip, er wurde bis jetzt noch nicht in der EU zugelassen.

    Wenn du genauer wissen möchtest, wie Vektorimpfungen funktionieren, empfehlen wir das folgende Video des Molekularbiologen Martin Moder, zur Funktion der Vektorviren Impfstoffe findet ihr hier.

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    Was ist ein Totimpfstoff?

    Bei den Totimpfstoffen greift man auf langbewährte Technologien zurück. Sehr viele zugelassene Impfstoffe funktionieren nach diesem Prinzip – zum Beispiel solche gegen Hepatitis B oder Grippe. Diese Impfstoffe enthalten entweder ausgewählte Teile des SARS-Virus, sogenannte Virusproteine, oder ganze abgetötete SARS-CoV-2-Viren. Das chinesische Unternehmen Sinopharm hat einen solchen Impfstoff entwickelt, der bereits in China und anderen Ländern zugelassen wurde.

    Rekombinater Proteinimpfstoff Novavax

    Seit Dezember 2021 ist auch der sogenannte „Totimpfstoff“ Novavax ab 18 Jahren in der EU bedingt zugelassen. Im Jänner sollen die ersten Impfdosen in Österreich zur Verfügung stehen. Wie er funktioniert und wie wirksam er ist erklärt Pharmakologe Markus Zeitlinger von der Medizinischen Universitätsklinik Wien im folgenden Video von „Der Standard“:

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    Brauche ich eine Booster-Impfung?

    Für einen guten Schutz sind anfangs zwei Impfungen vorgesehen. Das gilt für die Impfstoffe von BioNTech und Pfizer, Moderna sowie AstraZeneca.  Bei Johnson und Johnson braucht es anfangs eine Impfung. 14 Tage nach der zweiten Impfung (bzw. der ersten Impfung bei Johnson und Johnson) ist ein guter Schutz aufgebaut. Dieser wird mit der Zeit aber weniger, darum braucht es eine Auffrischungsimpfung oder auch Booster-Impfung genannt, vor allem, um sich gegen die Omikron-Mutation des Coronavirus zu schützen. Diese wird nach 4 bis 6 Monaten empfohlen (für Personen unter 18 Jahren off-label).

    Was bedeuted Off-Label-Use?

    Definition und Begriffserklärungen

    “Gerade in der Pädiatrie ist der Off-Label-Use verbreitet, da klinische Studien zur Anwendung von Arzneimitteln an Kindern und Jugendlichen oft fehlen“. (Quelle: gesundheit.gv.at

    „Unter „Off-Label-Use“ versteht man die Anwendung eines Arzneimittels im Rahmen der medizinischen Heilbehandlung außerhalb der Angaben in der Fachinformation“. (Quelle: BASG/gesundheit.gv.at)

    Off-Label bedeutet, wenn eine Anwendung (Impfung) „nur nach ärztlicher Individual-Einschätzung und auf Wunsch der zu impfenden Person erfolgt“. (Quelle: Nationales Impfgremium)

    Weiterführende Links:

    Warum wurde der Impfstoff gegen COVID-19 so schnell zugelassen?

    Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, wie es sein kann, dass diese Impfung gegen Corona so schnell erhältlich ist. Es stimmt, noch nie wurden die Schritte, die es für die Zulassung eines Impfstoffes braucht, so schnell durchgeführt. Es gibt aber ganz einfache Erklärungen dafür:

    Bereits bekannter Virentyp

    Der Virentyp Corona kannte man schon vor COVID-19. Es wird schon seit Jahrzehnten dazu geforscht. So waren den Wissenschaftler*innen die wichtigsten Informationen bereits bekannt – zum Beispiel wie die Impfung funktionieren muss, um das Virus zu bekämpfen.

    Gemeinsam sind wir schneller

    Viele Impfstoffe brauchen Jahre, bis sie zugelassen werden. Dabei wird aber viel gewartet: auf Geld (es kostet Millionen von Euro eine solche Forschung zu finanzieren) und auf Menschen, die sich als Testpersonen zur Verfügung stellen. Bei den COVID-19 Studien haben sich pro Impfstoffstudie zwischen 20.000 und 40.000 Menschen beteiligt, sehr viel mehr als bei anderen Studien. Da Corona die gesamte Welt betrifft (Wirtschaft, Politik, Privatleben), war die Bereitschaft alles zu tun, was notwendig ist, sehr groß.

    Handelt es sich „nur“ um eine Notfallzulassung?

    Nein, die Covid-19-Impfstoffe haben keine Notfallzulassung. In der EU ist die Notfallzulassung kaum geregelt und wird daher so gut wie nie angewandt. Anders als in den USA und in Großbritannien, dort wurde durch eine Notfallzulassung früher mit dem Impfen begonnen als in der EU. In der EU gab es für die Corona-Impfung eine bedingte EU-Marktzulassung. Diese unterscheidet sich stark von einer Notfallzulassung. Bei der bedingten Marktzulassung müssen dieselben Punkte erfüllt sein wie bei normalen Marktzulassungen. Es liegen allerdings weniger Daten vor, diese werden jedoch ständig nachgeliefert. Das erklärt auch, warum es zur Diskussion bei AstraZeneca gekommen ist. Der Impfstoff war eine Zeit lang in manchen Ländern nicht mehr zugelassen, nach Sichtung von weiterem Datenmaterial jedoch wieder erlaubt. Dies zeigt, dass der Kontrollprozess funktioniert und sehr ernst genommen wird.

    (Quellen: Linda Fischer: Corona-Impfstoffentwicklung. Der Erste seiner Art, 30. November 2020, ZEIT ONLINE, Corona-Impfstoffentwicklung: Der Erste seiner Art (Abrufdatum: 15.12.2020)
    Ralf Novotny: Nein, die COVID-19 Impfstoffe haben keine Notfallzulassung, 13. Juli 2021, mimikama.at, Nein, die COVID-19 Impfstoffe haben keine Notfallzulassung (Abrufdatum: 26.08.2021)

    Gibt es Nebenwirkungen der Impfung?

    Bei keinem dieser Impfstoffe können Nebenwirkungen ausgeschlossen werden, wie auch bei vielen anderen Impfungen nicht. Beim Impfstoff von BioNTech und Pfizer sowie von Moderna, die auf mRNA basieren, konnten bis jetzt „klassische“ Nebenwirkungen festgestellt werden, die auch bei anderen Impfungen, wie z. B. der Grippeimpfung, vorkommen. Die Ergebnisse beruhen auf ca. 38.000 TeilnehmerInnen.

    Beispiele der Nebenwirkungen von Personen, die an der Studie von BioNTech und Pfizer teilgenommen haben, waren:

    Diese Nebenwirkungen waren meist intensiv, nach einem Tag aber wieder verschwunden. Sehr selten kam es zu länger andauernden Nebenwirkungen. Dazu gehörten das Anschwellen von Lymphknoten in der Achsel für durchschnittlich zehn Tage sowie Lähmungen im Gesicht. Letzteres trat bei vier Testpersonen auf. Alle Nebenwirkungen sind wieder verschwunden.

    Was zur Zeit genau beobachtet wird, sind Reaktionen von Personen die schwere Allergien haben. Menschen mit heftigen Allergien dürfen nicht an einer Studie teilnehmen, das heißt es gibt keine Erfahrungswerte während der Testphase und es kam bei keiner Testperson zu einer allergischen Reaktion. Jetzt, wo der Impfstoff zugelassen wurde, haben zwei sehr starke Allergiker in Großbritannien heftig auf die Impfung reagiert und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Sie haben sich aber schnell wieder erholt.

    Klar ist, wenn der Impfstoff einmal da ist, wird er weiter untersucht und überprüft, das ist bei allen Impfstoffen der Fall. Die Zulassungsbehörden verpflichten die Hersteller dazu. Dazu kommt, dass manche Nebenwirkungen so selten auftreten, dass man sie in einer Studie gar nicht nachweisen kann. Wenn du z. B. den Beipackzettel eines Medikamentes durchliest, stehen da Nebenwirkungen. Manche davon kommen nur in einem von 100.000 Fällen oder auch in einem von einer Million Fällen vor. Auch bei Impfungen ist das möglich.

    (Quelle: Simmank, Schumann, Fischer: Corona-Impfstoff von BioNTech: Die USA haben eine Impfung – was kann sie?, Zeit Online)

    Gibt es Langzeitfolgen der Impfungen?

    Viele Menschen haben Bedenken wegen Langzeitfolgen des neuartigen Impfstoffes mit mRNA. Dabei wird argumentiert, dass der Impfstoff viel zu schnell auf den Markt gekommen sei, viel zu wenig Menschen geimpft werden konnten und man somit die langfristigen Risiken nicht abschätzen könne. Bei Impfungen, wie wir sie kennen, können Langzeitfolgen in der Regel nach sechs Wochen festgestellt werden. Bei den Studien zu den Corona-Impfstoffen wurden daher acht Wochen für die Testungen eingeräumt, um solche Langzeitfolgen auszuschließen. Zudem nahmen bei den Corona-Impfstoffen viel mehr Menschen an den Studien teil als üblich.

    Was hinter Langzeitfolgen von Impfungen steckt und was das für den Corona-Impfstoff bedeutet, erklärt der Molekularbiologie und Mitglied der Science BusterMartin Moder in diesem Video:

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    Hast du weitere Fragen?

    Hast du noch Fragen, die hier nicht beantwortet wurden?

    • Wenn du konkrete medizinische Beschwerden hast, kläre diese bitte immer mit einem Arzt oder Ärztin oder wähle die Gesundheitsnummer 1450.
    • Einen Faktencheck zu Corona und Impfungen findest du hier: Mit Fakten gegen Corona-Fake-News 
    • Für allgemeine Fragen rund um Impftermine, Grüner Pass oder ähnliches kannst du uns gerne eine kurze Nachricht per E-Mail oder über unseren Instagram-Account unter jugendportal schicken. Deine Fragen helfen uns weiter, besser über die Impfung zu informieren!

    In Kooperation von Jugendportal und aha Vorarlberg

    @jugendportal auf Instagram

    Jugendportal.at wurde zuletzt am 26.01.2022 bearbeitet.

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