Die Impfung und du

Die ​Impfung und du:
Die wichtigsten Fragen & Antworten zur Corona-Schutzimpfung in Österreich

Update: 21. Dezember 2022

Hier geht's lang!

Auf dieser Seite findest du die folgenden Themen und Informationen zum Thema Impfen:


Jugendliche und Kinder

Ab welchem Alter darf ich selbst entscheiden, mich impfen zu lassen?

  • Jugendliche ab 14 Jahren, die die erforderliche Entscheidungsfähigkeit (Mündigkeit) besitzen, dürfen selbst entscheiden, ob sie die Impfung erhalten wollen. Das gilt auch, wenn die Eltern oder Erziehungsberechtigten die Impfung ablehnen. Bis zum Alter von 14 Jahren ist die Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten erforderlich. 

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 Altersempfehlungen 

Hinweis: Der hier angeführte Text beruft sich auszugsweise auf Empfehlungen des Sozialministeriums. Weitere Details und Fachinformationen: sozialministerium.at

Die COVID-19-Impfung wird in Österreich kostenlos angeboten und ist für Kinder ab dem vollendeten 6. Lebensmonat möglich.

Kinder vom vollendeten 6. Lebensmonat bis zum vollendeten 5. Lebensjahr

Derzeit ist in Österreich für Kinder vom vollendeten 6. Lebensmonat bis zum vollendeten 5. Lebensjahr mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf allgemein empfohlen.

Kinder ab dem vollendeten 5. Lebensjahr, Jugendliche und Erwachsene

Grundimmunisierung

Für eine erste Impfserie werden für Personen ab dem vollendeten 5. Lebensjahr – unabhängig vom verabreichten Impfstoff – mindestens zwei Impfungen empfohlen (Schwerwiegend immungeschwächte Personen erhalten bei der ersten Impfserie mindestens 3 Impfungen).

Die Impfung zum Abschluss der Grundimmunisierung – in der Regel die 3. Impfung – ist für Personen ab dem vollendeten 5. Lebensjahr ab 6 Monaten nach der 2. Dosis empfohlen. Dieser längere Abstand ist notwendig, damit sich ein optimaler Impfschutz ausbilden kann. Ab einem Alter von 60 Jahren und bei Risikopersonen ist die 3. Impfung bereits ab 4-6 Monaten nach der vorangehenden Impfung empfohlen.

Für die 3. Impfung zum Abschluss der Grundimmunisierung werden vorzugsweise mRNA-Impfstoffe empfohlen, hier besteht sowohl für monovalente als auch bivalente mRNA-Impfstoffe eine Zulassung.

Auffrischungsimpfung (4. Impfung)

Für die Auffrischungsimpfung (4. Impfung) kann derselbe oder ein anderer Impfstoff eingesetzt werden, der für die Grundimmunisierung (3 Impfungen) angewandt wurde. Vorzugsweise werden bivalente mRNA-Impfstoffe oder der Impfstoff VidPrevtyn Beta empfohlen, weil für diese eine Zulassung ab der 3. Impfung seitens der Europäischen Behörden vorliegt. Es können aber auch monovalente Impfstoffe eingesetzt werden (off-label).

Auffrischungsimpfungen können bei Personen ab 12 Jahren durchgeführt werden und sind jeder Person empfohlen, die sich schützen will (ab 6 Monaten nach der letzten Dosis). Insbesondere angeraten ist die 4. Impfung:

  • Personen ab einem Alter von 60 Jahren
  • Personen mit einem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf (inkl. Schwangere)
  • Personen mit einem erhöhten Expositionsrisiko (Gesundheitspersonal, Personen in Langzeitpflege- oder Betreuungseinrichtungen etc.)

Bei diesen Personengruppen erfolgt die Auffrischungsimpfung ab 4 Monaten nach der 3. Impfung.

Risikopersonen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr und Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr können ab 4 Monaten nach der 4. Impfung eine weitere Auffrischungsimpfung (5. Impfung) erhalten. Bei Risikopersonen zwischen 12 und 17 Jahren kann diese weitere Auffrischungsimpfung ab 6 Monaten Abstand nach der 4. Impfung bzw. nach individueller Prüfung erfolgen.

Weitere Details und Fachinformationen: Corona Schutzimpfung (sozialministerium.at)

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Impfstoffe

    Welche Impfstoffe sind in Österreich zugelassen?

    • In Österreich werden ausschließlich Impfstoffe gegen COVID-19 angeboten, die in der Europäischen Union (EU) zugelassen sind.
    • Sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, um den für dich am besten passenden Impfstoff zu wählen.
    • Alle Impfempfehlungen für Österreich werden in enger Zusammenarbeit mit dem Nationalen Impfgremium erstellt. Das Nationale Impfgremium setzt sich aus Expertinnen und Experten zusammen, die ihre Tätigkeit persönlich, unabhängig und unentgeltlich ausüben. Hier findest du noch mehr Informationen über das Nationale Impfgremium.
    • Seit Anfang November 2022 sind unter anderem folgende Impstoffe in Österreich zugelassen

    Comirnaty von Biontech Pfizer

    • mRNA-Impfstoff
    • Zugelassen ab Alter von 5 Jahren

    Spikevax von Moderna

    • mRNA-Impfstoff
    • Zugelassen ab Alter von 12 Jahren

    Nuvaxovid (NVXCoV2373) von Novavax

    • Protein-Impfstoff
    • Zugelassen ab Alter von 12 Jahren
    • aktuell nicht verfügbar in Österreich

    Valneva von Valneva

    • Ganzvirus-Impfstoff (inaktiviert, adjuvantiert)
    • Zugelassen ab Alter von 18 - 50 Jahren

    IVidPrevtyn von Sanofi

    • Protein-Impfstoff (adjuvantiert)
    • Zugelassen ab XX Jahren

    Bivalente Impfstoffe

    Comirnaty Original/Omicron BA.1 von Biontech/Pfizer
    und
    Comirnaty Original/Omicron BA.4-5 von Biontech/Pfizer

    • mRNA-Impfstoff
    • Zugelassen ab 12 Jahren

    Spikevax Bivalent Original/Omicron BA.1 von Moderna

    • mRNA-Impfstoff
    • Zugelassen ab 12 Jahren

    Wenn du Fragen hast:

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    Gesprächsleitfaden zur COVID-19-Impfung

    • Damit junge Menschen eine fundierte Entscheidung treffen können, ist jugendgerechte Information und ein Gesprächsangebot bei Nachfragen, Sorgen oder Bedenken wichtig. Deshalb hat die BJV einen kurzen Gesprächsleitfaden erarbeitet, der als Anregung für die Auseinandersetzung mit dem Thema Impfen dienen soll.
    • -> Gesprächsleitfaden (Bundesjugendvertretung)

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    Impfpflicht 

    Die COVID-19-Impfpflicht wurde am 7. Juli 2022 vom Nationalrat abgeschafft.

    Quelle: parlament.gv.at

     

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    Wo kann ich mich impfen lassen?

    Impfservicecenter in deinem Bundesland

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    FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Impfung

    Ab wann kann ich selbst entscheiden, ob ich mich impfen lassen will?

    Grundsätzlich gilt, dass Kinder ab 14 Jahren selbst entscheiden dürfen, ob sie geimpft werden wollen oder nicht, die Eltern oder Erziehungsberechtigte haben dabei kein Mitspracherecht mehr.

    Wichtig ist, dass du offen mit deinen Eltern, oder einer anderen Bezugsperson über die Impfung redest. Welche Bedenken hast du, welche Fragen sind für dich noch offen? Dazu kannst du dich auch jederzeit an deine Jugendinfo wenden.

    Ich möchte mich impfen lassen, was muss ich tun?

    Du hast dich entschieden, dich impfen zu lassen? Seit dem Sommer 2021 ist es auch möglich, sich ohne Termin und Voranmeldung impfen zu lassen. Auf dieser Seite ganz oben bekommst du alle Infos.
    Personen mit einer Vorerkrankung und Risikopatient:innen sollten sich mit ihrem/ihrer Hausarzt oder -ärztin in Verbindung setzen. 

    Wie funktioniert impfen?

    Impfungen regen den Körper an, Abwehrstoffe gegen Bakterien und Viren zu bilden, sogenannte Antikörper. Das Immunsystem lernt somit, sich gegen die schädlichen Erreger zu wehren und aktiv etwas dagegen zu tun.

    Einige Krankheiten konnten durch das Impfen ausgerottet werden, wie die Pocken. Auch die Kinderlähmung gibt es zumindest in Österreich durch die flächendeckende Impfung nicht mehr. Andere Erkrankungen, wie zum Beispiel die Masern, treten heute wieder verstärkt auf, weil viele Menschen sich nicht mehr dagegen impfen lassen.

    Wie impfen genau funktioniert, wird in diesem Video kurz erklärt:

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    Wirkt die Impfung überhaupt?

    Sehr oft hört man, dass die Impfungen nicht wirken und geimpfte Personen trotzdem im Krankenhaus und auf der Intensivstation landen. Das ist so nicht richtig. Laut Expert*innen des Robert Koch Instituts helfen die derzeitigen Impfstoffe (BioNTech und Pfizer, Moderna sowie AstraZeneca) zu etwa 90 Prozent gegen einen schwere Erkrankung mit der Delta Variante. Der Großteil der Geimpften muss daher nicht ins Krankenhaus. Auch sind 75 Prozent der geimpften Personen gegen eine symptomatische Infektion mit Covid-19 geschützt.

    Quelle: Robert Koch Institut: Wirksamkeit, 19.11.2021, RKI – Impfen – Wirksamkeit (Abrufdatum: 25.11.2021)

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    Welche unterschiedliche Impfstoffe gibt es überhaupt?

    Was ist ein mRNA-Impfstoff?

    Fangen wir mit der Abkürzung an: mRNA steht für die englische Bezeichnung messenger ribonucleic acid, zu deutsch Boten-RNS. Das ist eine einzelsträngige Ribonukleinsäure (RNS), die die genetische Information für den Aufbau eines Proteins einer Zelle enthält. Mit einer mRNA wird also die Bauanleitung für ein bestimmtes Protein zellulär verfügbar. Obwohl es vor Corona noch nie eine Impfung mit mRNA zur Zulassung geschafft hat, forscht man schon mehr als 25 Jahre an und mit mRNA-Impfstoffen und hat auch schon solche Impfstoffe entwickelt. Ein mRNA-Wirkstoff gegen Tollwut wurde z. B. bereits erfolgreich an Menschen getestet. Auch gegen Krebs wird an einer Therapie auf der Basis von mRNA geforscht. Man weiß also schon viel über die Methode.

    Der Molekularbiologe Martin Moder, Teil der bekannten Science Busters, erklärt in diesem Video, was mRNA genau ist, wie die mRNA-Impfung funktioniert und dass gewisse Behauptungen, wie z. B., dass die Impfung unser Erbgut verändert, nicht stimmen können.

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    (Quellen: Wikipedia, Fischer: Corona-Impfstoffentwicklung: Der Erste seiner Art, Zeit Online.)

     

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    Was ist ein Vektor-Impfstoff?

    Bei vielen Forschungsprojekten sind gut bekannte, harmlose Viren die Grundlage, so auch beim vektorbasierten Impfstoff für SarS-CoV-2. ForscherInnen nutzen gentechnische Mittel, um diese Vektorviren herzustellen und als SARS-CoV-2 zu „verkleiden“, sodass sie dem Immunsystem eine COVID-19-Infektion „vorgaukeln“ können. Durch die Impfung baut der Körper einen Immunschutz auf, der dann auch gegen eine echte Infektion schützt, weil der Körper das Virus schon kennt. Die Forschungsgruppe der University of Oxford und das Unternehmen AstraZeneca haben einen solchen Impfstoff entwickelt, der bereits in der Europäischen Union zugelassen wurde. Seit 21. April ist auch der Impfstoff „Janssen“ der Firma Johnson & Johnson (ebenfalls ein Vektor-Impfstoff) zugelassen.
    Auch der Impfstoff „Sputnik V“ des russischen Gamaleya-Instituts basiert auf dem gleichen Prinzip, er wurde bis jetzt noch nicht in der EU zugelassen.

    Wenn du genauer wissen möchtest, wie Vektorimpfungen funktionieren, empfehlen wir das folgende Video des Molekularbiologen Martin Moder, zur Funktion der Vektorviren Impfstoffe findet ihr hier.

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    Was ist ein Totimpfstoff?

    Bei den Totimpfstoffen greift man auf langbewährte Technologien zurück. Sehr viele zugelassene Impfstoffe funktionieren nach diesem Prinzip – zum Beispiel solche gegen Hepatitis B oder Grippe. Diese Impfstoffe enthalten entweder ausgewählte Teile des SARS-Virus, sogenannte Virusproteine, oder ganze abgetötete SARS-CoV-2-Viren. Das chinesische Unternehmen Sinopharm hat einen solchen Impfstoff entwickelt, der bereits in China und anderen Ländern zugelassen wurde.

    Rekombinater Proteinimpfstoff Novavax

    Seit Dezember 2021 ist auch der sogenannte „Totimpfstoff“ Novavax ab 18 Jahren in der EU bedingt zugelassen. Im Jänner sollen die ersten Impfdosen in Österreich zur Verfügung stehen. Wie er funktioniert und wie wirksam er ist erklärt Pharmakologe Markus Zeitlinger von der Medizinischen Universitätsklinik Wien im folgenden Video von „Der Standard“:

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    Brauche ich eine Booster-Impfung?

    Für einen guten Schutz sind anfangs zwei Impfungen vorgesehen. Das gilt für die Impfstoffe von BioNTech und Pfizer, Moderna sowie AstraZeneca.  Bei Johnson und Johnson braucht es anfangs eine Impfung. 14 Tage nach der zweiten Impfung (bzw. der ersten Impfung bei Johnson und Johnson) ist ein guter Schutz aufgebaut. Dieser wird mit der Zeit aber weniger, darum braucht es eine Auffrischungsimpfung oder auch Booster-Impfung genannt, vor allem, um sich gegen die Omikron-Mutation des Coronavirus zu schützen. Diese wird nach 4 bis 6 Monaten empfohlen (für Personen unter 18 Jahren off-label).

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    Warum wurde der Impfstoff gegen COVID-19 so schnell zugelassen?

    Vielleicht hast du dich auch schon gefragt, wie es sein kann, dass diese Impfung gegen Corona so schnell erhältlich ist. Es stimmt, noch nie wurden die Schritte, die es für die Zulassung eines Impfstoffes braucht, so schnell durchgeführt. Es gibt aber ganz einfache Erklärungen dafür:

    Bereits bekannter Virentyp

    Der Virentyp Corona kannte man schon vor COVID-19. Es wird schon seit Jahrzehnten dazu geforscht. So waren den Wissenschaftler*innen die wichtigsten Informationen bereits bekannt – zum Beispiel wie die Impfung funktionieren muss, um das Virus zu bekämpfen.

    Gemeinsam sind wir schneller

    Viele Impfstoffe brauchen Jahre, bis sie zugelassen werden. Dabei wird aber viel gewartet: auf Geld (es kostet Millionen von Euro eine solche Forschung zu finanzieren) und auf Menschen, die sich als Testpersonen zur Verfügung stellen. Bei den COVID-19 Studien haben sich pro Impfstoffstudie zwischen 20.000 und 40.000 Menschen beteiligt, sehr viel mehr als bei anderen Studien. Da Corona die gesamte Welt betrifft (Wirtschaft, Politik, Privatleben), war die Bereitschaft alles zu tun, was notwendig ist, sehr groß.

    Handelt es sich „nur“ um eine Notfallzulassung?

    Nein, die Covid-19-Impfstoffe haben keine Notfallzulassung. In der EU ist die Notfallzulassung kaum geregelt und wird daher so gut wie nie angewandt. Anders als in den USA und in Großbritannien, dort wurde durch eine Notfallzulassung früher mit dem Impfen begonnen als in der EU. In der EU gab es für die Corona-Impfung eine bedingte EU-Marktzulassung. Diese unterscheidet sich stark von einer Notfallzulassung. Bei der bedingten Marktzulassung müssen dieselben Punkte erfüllt sein wie bei normalen Marktzulassungen. Es liegen allerdings weniger Daten vor, diese werden jedoch ständig nachgeliefert. Das erklärt auch, warum es zur Diskussion bei AstraZeneca gekommen ist. Der Impfstoff war eine Zeit lang in manchen Ländern nicht mehr zugelassen, nach Sichtung von weiterem Datenmaterial jedoch wieder erlaubt. Dies zeigt, dass der Kontrollprozess funktioniert und sehr ernst genommen wird.

    (Quellen: Linda Fischer: Corona-Impfstoffentwicklung. Der Erste seiner Art, 30. November 2020, ZEIT ONLINE, Corona-Impfstoffentwicklung: Der Erste seiner Art (Abrufdatum: 15.12.2020)
    Ralf Novotny: Nein, die COVID-19 Impfstoffe haben keine Notfallzulassung, 13. Juli 2021, mimikama.at, Nein, die COVID-19 Impfstoffe haben keine Notfallzulassung (Abrufdatum: 26.08.2021)

    Gibt es Nebenwirkungen der Impfung?

    Bei keinem dieser Impfstoffe können Nebenwirkungen ausgeschlossen werden, wie auch bei vielen anderen Impfungen nicht. Beim Impfstoff von BioNTech und Pfizer sowie von Moderna, die auf mRNA basieren, konnten bis jetzt „klassische“ Nebenwirkungen festgestellt werden, die auch bei anderen Impfungen, wie z. B. der Grippeimpfung, vorkommen. Die Ergebnisse beruhen auf ca. 38.000 TeilnehmerInnen.

    Beispiele der Nebenwirkungen von Personen, die an der Studie von BioNTech und Pfizer teilgenommen haben, waren:

    Diese Nebenwirkungen waren meist intensiv, nach einem Tag aber wieder verschwunden. Sehr selten kam es zu länger andauernden Nebenwirkungen. Dazu gehörten das Anschwellen von Lymphknoten in der Achsel für durchschnittlich zehn Tage sowie Lähmungen im Gesicht. Letzteres trat bei vier Testpersonen auf. Alle Nebenwirkungen sind wieder verschwunden.

    Was zur Zeit genau beobachtet wird, sind Reaktionen von Personen die schwere Allergien haben. Menschen mit heftigen Allergien dürfen nicht an einer Studie teilnehmen, das heißt es gibt keine Erfahrungswerte während der Testphase und es kam bei keiner Testperson zu einer allergischen Reaktion. Jetzt, wo der Impfstoff zugelassen wurde, haben zwei sehr starke Allergiker in Großbritannien heftig auf die Impfung reagiert und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Sie haben sich aber schnell wieder erholt.

    Klar ist, wenn der Impfstoff einmal da ist, wird er weiter untersucht und überprüft, das ist bei allen Impfstoffen der Fall. Die Zulassungsbehörden verpflichten die Hersteller dazu. Dazu kommt, dass manche Nebenwirkungen so selten auftreten, dass man sie in einer Studie gar nicht nachweisen kann. Wenn du z. B. den Beipackzettel eines Medikamentes durchliest, stehen da Nebenwirkungen. Manche davon kommen nur in einem von 100.000 Fällen oder auch in einem von einer Million Fällen vor. Auch bei Impfungen ist das möglich.

    (Quelle: Simmank, Schumann, Fischer: Corona-Impfstoff von BioNTech: Die USA haben eine Impfung – was kann sie?, Zeit Online)

     

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    Gibt es Langzeitfolgen der Impfungen?

    Viele Menschen haben Bedenken wegen Langzeitfolgen des neuartigen Impfstoffes mit mRNA. Dabei wird argumentiert, dass der Impfstoff viel zu schnell auf den Markt gekommen sei, viel zu wenig Menschen geimpft werden konnten und man somit die langfristigen Risiken nicht abschätzen könne. Bei Impfungen, wie wir sie kennen, können Langzeitfolgen in der Regel nach sechs Wochen festgestellt werden. Bei den Studien zu den Corona-Impfstoffen wurden daher acht Wochen für die Testungen eingeräumt, um solche Langzeitfolgen auszuschließen. Zudem nahmen bei den Corona-Impfstoffen viel mehr Menschen an den Studien teil als üblich.

    Was hinter Langzeitfolgen von Impfungen steckt und was das für den Corona-Impfstoff bedeutet, erklärt der Molekularbiologie und Mitglied der Science BusterMartin Moder in diesem Video:

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    • Wenn du konkrete medizinische Beschwerden hast, kläre diese bitte immer mit einem Arzt oder Ärztin oder wähle die Gesundheitsnummer 1450.
    • Einen Faktencheck zu Corona und Impfungen findest du hier: Mit Fakten gegen Corona-Fake-News 
    • Für allgemeine Fragen rund um Impftermine, Grüner Pass oder ähnliches kannst du uns gerne eine kurze Nachricht per E-Mail oder über unseren Instagram-Account unter jugendportal schicken. Deine Fragen helfen uns weiter, besser über die Impfung zu informieren!

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    In Kooperation von Jugendportal und aha Vorarlberg

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    Jugendportal.at wurde zuletzt am 26.01.2023 bearbeitet.

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