Damn Amsterdam

Reisen
Isabell Aigner / 02.08.2018
Amsterdam

Warum ein Besuch der niederländischen Hauptstadt sinnvoll ist

Amsterdam ist liberal, bewegt und freundlich. Eigentlich eine Stadt für alle Sinne.

Das oberste Gebot dabei: links-rechts-links schauen. Sonst schaut man nämlich schön blöd. Laut Amsterdam.org sind in der ganzen Stadt über 881.000 Fahrräder in Gebrauch. Das übertrifft die Einwohnerzahl um über 40.000 - da kann es schon vorkommen, dass eine Person den leichtsinnigen Touri gar mit dem Zweit- oder Drittrad überrollt.

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Ist die Straßenquerung erst einmal überlebt, muss man keine scharfsinnige Spürnase sein, um den süßlichen Duft von Gras (Achtung Wortwitz) zu erhaschen. Als Drogenhauptstadt Europas sei Amsterdam das Ziel vieler, vor allem junger Reisender, wie der Internetseite neuwal.com zu entnehmen ist. Die niederländische Drogenpolitik konzentriere sich darauf, Drogenmissbrauch durch geduldete und kontrollierte Abgabe von Marihuana und Haschisch zu bekämpfen. Schwachsinn

Um den freien oder wenn man so will eigensinnigen Geist Amsterdams noch greifbarer zu machen, legt es puncto dulden noch eins drauf: Bordelle sind legal und offizielle Unternehmungen. Während die Hauptattraktion des Mostviertels die Birnbaumblüte ist, lockt das Rotlichtviertel mit anderen Höhepunkten.

Trotz solcher Lockerheiten erweist sich Amsterdam als sehr tiefsinniger, geschichtsträchtiger, einfluss- und lehrreicher Ort. Nicht zuletzt durch die Vielzahl an Parks, historischen Bauten und Museen. Insbesondere das weltbekannte Anne Frank Haus und die dort, mittels Audioguide, überlieferten Vorkommnisse holen auf den Boden der Tatsachen zurück und dienen als Gedenkstätte und Mahnmal zugleich.

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Wer John Greens Weltbestseller „The fault in our Stars” gelesen hat, (wer nicht – tiefe, tiefe Bildungslücke) dem kommt sofort die Schönheit der Stadt in den Sinn. Insbesondere im Frühjahr: denn zur Zeit der Tulpenblüte muss man sich einfach verlieben. Nicht nur Hazel in Gus, sondern der Touri in Hollands ländliche Regionen. Die großartig ausgelegten Radwege führen am ausgeborgten Fahrrad - je nach Routenwahl - entlang von bunten Tulpenfeldern durch Nationalparks bis hin zur Nordsee und spektakulären Windmühlen. Wahnsinn!

Wer auf der Suche nach dem ultimativen Adrenalinkick ist, der setze sich in den nächsten Coffeeshop. Sorry guys - Blödsinn! Man plane seinen Trip in diesem Fall anders. Nämlich zum Panoramadeck A`DAM LOOKOUT und wage dort einen Ritt auf der höchsten Schaukel Europas. Atemberaubende Aussicht und Nervenkitzel garantiert!

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Kurzum: zu sehen, zu riechen, zu fühlen, zu hören und zu schmecken gibt es allerhand. Und wer der rollenden Gefahr des Drahtesels entgehen möchte, tut dies am besten bei einer Grachtenfahrt in Amsterdams Kanälen. Ob hier dann die Gefahr der Reiz- und Sinnesüberflutung oder der buchstäblichen Überflutung größer ist, sei dahingestellt.

In diesem Sinne: bis bald, Amsterdam!

Weiterführende Links:

Fakten und Zahlen zu Amsterdam

Neuwal: wie liberal sind die Niederlande?

Sky View Amsterdam
Tulpen Amsterdam
Bahnhof Amsterdam

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Jugendportal.at wurde zuletzt am 14.10.2019 bearbeitet.

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