Das war das Youth Reporter Basistraining

Engagement
Youth Reporter lauschen gespannt den Vorträgen

Schon lange hegte das Österreichische Jugendportal den Wunsch, enger mit Jugendlichen zusammenzuarbeiten und so die kommentierte Linksammlung mit Inputs eben jener Zielgruppe zu bereichern, um die es in der Jugendinformation geht. Viele Aktionen wurden schon voriges Jahr in diese Richtung gesetzt. So wurde die höchst erfolgreiche erste Runde der Better Life Index-Umfrage mit rund 1700 TeilnehmerInnen gestartet, die jetzt noch für kurze Zeit mit der Möglichkeit zum Mitdiskutieren auf der Beteiligungsplattform läuft. Aber auch die mediale Begleitung des Bundesjugendredewettbewerbs voriges Jahr inkl. Interviews mit den jungen Redetalenten geht 2016 in eine neue Runde, wenn es in Graz heißt: „Ran an’s Mikrofon!“

Ganz im Sinne des Empowerment-Gedankens richtete sich die Ausschreibung für dieses Projekt dezidiert an Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren ohne journalistische Erfahrungen. Vor allem im ländlichen Bereich ist es für viele junge Schreibtalente schwer, die ersten Schritte in der Medienwelt zu machen. Aber auch Jugendliche aus dem urbanen Ballungsraum sehen sich einer teils unüberwindbaren Hemmschwelle gegenüber, wenn es um Bewerbungen bei etablierten Medienunternehmen steht, wenn keine Erfahrung in diesem Bereich aufzuweisen ist. Genau hier will sich das Österreichische Jugendportal einschalten und Jugendlichen auf ihrem Weg bestärken.

 

Youth Reporters – das erste Training

Von 22. – 24. April 2016 fand das erste Training der Youth Reporters statt. Schon die Auswahl aus 100 größtenteils sehr hochwertigen Bewerbungen fiel sehr schwer. Einundzwanzig junge Menschen aus ganz Österreich haben es schließlich geschafft und zeigten sich das Wochenende höchst engagiert und motiviert.

Das Kick-Off-Event am Freitag wurde u.a. von Marina Hahn (BMFJ) und Ursula Raberger und Natalie Brezer (BÖJI) eröffnet. Die angehenden JungjournalistInnen konnten danach einem von Raberger moderierten Kamingespräch mit der FM4/ORF-Moderatorin Claudia Unterweger lauschen, die Einblicke in ihren Werdegang, Berufsalltag und die ein oder andere lustige Situation gab. Die Youth Reporters waren mit Fragen nicht schüchtern – und so gab es noch beim Essen angeregte Gespräche mit der „FM4 Connected“-Moderatorin, die spontan entschied, doch noch länger zu bleiben.

Teambuilding, die journalistischen Basics und ein simulierter Redaktionstag – das waren die Themen des ersten Trainingstages. Martin Gantner, vormals Journalist bei Falter und Der Zeit in Hamburg, heute Pressesprecher der Caritas Wien, führte die interessierten jungen Schreiberlinge durch den Tag. Journalistische Basics, wie Recherchetechniken und Vorbereitungen auf ein Interview etc. wurden gemeinsam und in Einzelarbeit behandelt. Anhand von praktischen Beispielen wurden auch die unterschiedlichsten Textsorten behandelt. Auch der österreichische Fernsehsender gotv zeigte sich von dem Projekt Youth Reporters so begeistert, dass er den Tag mit einem Kamerateam begleitete und so die Jugendlichen – auch durch ein Impulsreferat der Redakteurin – einen Einblick in die Arbeit beim Fernsehen bekamen.

Bei einem gemeinsamen Besuch in einer von der Caritas betriebenen Flüchtlingsunterkunft konnte die Gruppe drei Freiwillige aus Syrien, Afghanistan und dem Irak interviewen. Behutsames Vorgehen, Eingehen auf den Gesprächspartner und die journalistische Sorgfalt waren dabei unumgänglich. Für viele war dies der erste Kontakt mit Flüchtlingen, der von den MitarbeiterInnen von BÖJI und der Caritas begleitet wurde. Zurück in den „Redaktionsräumlichkeiten“ ging es frisch ans Werk: entstanden sind dabei 21 Reportagen, die auszugsweise schon bald am Jugendportal zu lesen sein werden.

Am Sonntag wurden die TeilnehmerInnen von Ursula Raberger, die ihre beruflichen Wege unter anderem zu PULS4, Radio Orange und zum Film führten, in die Grundlagen des Medien –und Urheberrechts eingewiesen. Aktuelle Beispiele waren ebenso Gesprächsthema, wie fiktive Fälle, für die gemeinsam eine Lösung gefunden wurde. „Können wir bitte noch eine Woche länger bleiben?“ – das waren die Abschlussworte einer Teilnehmerin des ersten Youth Reporters-Trainings. Zumindest die Artikel oder wahlweise auch Podcasts und Videos der JungjournalistInnen sind in Kürze am Jugendportal zu sehen

In Zukunft wird das Österreichische Jugendportal mit den Einblicken Jugendlicher in ihre Welt bereichert. Ob Umweltschutz, Sexualität, Auslandsaufenthalte oder Musik – der thematischen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Wir freuen uns auf eine produktive Zusammenarbeit!

 

Und hier noch ein kurzer Einblick in die Arbeit der Youth Reporters:
(c) Julian Diwald

 

 

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Jugendportal.at wurde zuletzt am 03.12.2021 bearbeitet.

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